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19.12.2018 : 0:39 : +0100

Vienna Ghostbikes

Internationale Mahnmale für Fahrrad-Unfallopfer nun auch in Österreich.

 

2007 starben in Österreich 37 Radfahrende bei Verkehrsunfällen, größtenteils durch Kollisionen mit LKW und PKW. Drei RadfahrerInnen verloren 2007 in Wien ihr Leben, im Zeitraum der letzten acht Jahre waren es 18 Unfälle in Wien, die mit tödlichen Folgen für Radfahrende geendet haben. Um diese tragischen tödlichen Unfälle sichtbar zu machen und generell eine erhöhte Wahrnehmung für RadfahrerInnen im Fließverkehr zu fordern, wurden wie in vielen anderen Städten dieser Welt nun auch in Wien die ersten "Ghost Bikes" aufgestellt.

Unter "Ghost Bike" versteht man ein weiß bemaltes Fahrrad, das mit einer Informationsplakette versehen an einem Ort aufgestellt wird, an dem einE RadfahrerIn durch einen Zusammenstoß ums Leben kam. Das erste Ghost Bike wurde 2003 in den USA errichtet. Seine Nachfolger sind nun schon in über 30 Städten weltweit zu sehen. Von New York City über London bis Sao Paulo und Budapest stellen sie eine symbolische Erinnerung an ein weiteres unnötiges Verkehrsopfer und einen Hinweis auf dringenden Verbesserungsbedarf bei der innerstädtischen Verkehrsorganisation im Interesse unmotorisierter TeilnehmerInnen dar.

Die ersten Ghost Bikes in Wien wurden von der Critical Mass und der IG Fahrrad aufgestellt. Da diese Aktionsform von jedem oder jeder aufgegriffen werden kann, könnten ja bald weitere im Bundesgebiet folgen...?

Leider wurden von der Stadtverwaltung Wien die drei Räder schon wieder entfernt -- auch hier zeigt sich die fehlende Sensibilität gegenüber Radfahrthemen.

Internationale Website mit zahllosen Ghost Bike Aktionen: www.ghostbikes.org