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02.12.2014 17:51

Jahresrückblick 2014 der Radlobby Wien (IGF & ARGUS)


Das Jahr 2014 ist fast vorbei: Zeit um zurückzublicken auf ein ereignisreiches hochaktives Jahr der Radlobby-Wien-Vereine IGF & ARGUS. In den lezzten Jahren hatten wir ja einen bunten Jahresbericht mit Spiel produziert - heuer gibt es ihn wieder, diesmal für ganz Österreich. Mit dabei: die bunte verspielte Österreich-Radrundfahrt zum Würfeln. Mitglieder finden den Bericht in ihrer Post, hier gibts ihn zum  DOWNLOAD. Und weiter unten in diesem Artikel hier könnt ihr die Highlights aus Wien Revue passieren lassen ...

JÄNNER

Radsaison: Start bei sonnigem Radlwetter

Die Radlobbys haben in sechs Städten österreichweit die Radsaison 2014 mit Jahresbeginn eröffnet, weil das Fahrrad als schnelles, umweltbewusstes und gesundes Alltagsverkehrsmittel immer Saison hat – natürlich auch im Winter! Erstmals wurde das in Graz und Linz schon traditionelle "Neujahrs-Radeln" zeitgleich in einer gemeinsamen Aktion der Radlobby Österreich auch in Innsbruck, Salzburg, Wien und Korneuburg durchgeführt. 140101_Wien_09

FEBRUAR

Einsatz: Für eine verkehrsberuhigte Mahü mit Rad

Es stand eine richtungsgebende Entscheidung an. Sollen Umgestaltungsprojekte für weniger Verkehrsbelastung und mehr Freiraum bei einem Nein zur Mahü-Neu einen Rückschlag erleiden? Oder wollen wir mit Ja ein Vorzeigeprojekt realisiert sehen, das auch durchgehende Radverkehrsnutzung in rücksichtsvollem Miteinander ermöglicht? Die Wahl sollte leicht fallen! Die Radlobby setzte sich mit einer Flyer- und SocialMedia-Aktion dafür ein, dass alle radelfreundlichen BewohnerInnen daran denken, auch für das Rad in der Fuzo zu stimmen. fuer_rad_auf_mahue_front_web Die Plattform "Autofreie Stadt", der auch die Radlobby angehört, hat sich am Valentinstag für die MaHü mit "Free Hugs" und Blümchen ins Zeug gelegt: YOU TUBE

MÄRZ

Erfolg: 53% fürs Rad auf der Mahü!

Der Einsatz hat zum Erfolg geführt! Nach jahrelangem Ringen gegen gesellschaftspolitische Autozentriertheit, parteiische WKÖ-Kampagnen, auflagengenerierende Boulevardpropaganda, raimundeske Bürgerinitiativen und interkoalitionäre Parteistellvertretungskriege wurde die Mariahilfer Straße via Bürgervotum vom Autostau dauerhaft befreit - und ist weiterhin durchgängig für den Radverkehr geöffnet! ilovemahue_3_alle_web_crop_martin_juen

APRIL

Ring frei: 9.000 RadlerInnen bei 4. RADpaRADe

Am Sonntag, 6.April um 11.00 Uhr, versammelten sich 9.000 RadlerInnen für die 4. Wiener RADpaRADe im Rahmen des ARGUS Bike Festivals, und es war großartig! 2011 war die Radparade mit 8.000 RadlerInnen das größte Radereignis seit Langem, nun wurde es übertroffen! Die Radlobby Wien (IGF & ARGUS) als Mitorganisatorin ist darauf besonders stolz. Ein feines Video gibts hier auf VIMEO. rapa2014_web1

MAI

Fleissig: Wien radelt zur Arbeit!

Die Radlobby-Kampagne "Österreich radelt zur Arbeit" ging ins vierte Jahr: Auch 2014 radelten wieder alle Bundesländer Österreichs gemeinsam zur Arbeit. Die 14.000 TeilnehmerInnen schafften über 3 Millionen Km: Rekord! Es gab viel zu gewinnen beim täglichen Radel-Lotto im Monat Mai mit vielen Spezialpreisen! Details: radeltzurarbeit.at RZA2014_sujetpic_schild_web

Hilfreich: Migrantinnen-Radkurse der Radlobby

Bereits 2011 hat die IGF gemeinsam mit dem Integrationsverein "Piramidops" die ersten Anfängerinnen-Kurse veranstaltet, um Frauen mit migrantischem Hintergrund, die bisher noch keine Möglichkeit zum Radfahren hatten, das beizubringen was sie so gerne können würden und ihre Selbständigkeit und Mobilität erhöht: Radeln. Dafür bekamen wir den "Integrations-Staatspreis Sport", seitdem haben wir dieses Kursangebot mit Unterstützung der Mobilitätsagentur Wien weiter ausgebaut, auch für den ÖAMTC führten wir in dieser Saison in Wien zwei solche Kurse durch. Nachfrage und Begeisterung sind groß, auch das Medienecho nimmt zu wie hier in der Wiener Zeitung: wienerzeitg_migrkurs

JUNI

Auszeichung: „Goldene Speiche 2013“ für Ottakringer Straße

Erstmals wurde von der Radlobby Wien (IGF & ARGUS) der neue Preis für die beste Radverkehrslösung in Wien vergeben. Die Bezirke Hernals und Ottakring, Magistrate 28 & 46 und Wiener Linien haben für die beradelbaren Haltestellenkaps in der Ottakringer Straße gewonnen! Wien hatte ja das RadJahr 2013 ausgerufen, die internationale Velo-city Konferenz veranstaltet und jährlich 4,5 Millionen Euro in Radinfrastruktur investiert. Um die Produkte dieser Bemühungen einer Beurteilung durch die radelnden NutzerInnen zu stellen, hat die Radlobby Wien (IGF & ARGUS) zur Wahl der besten Radverkehrsmaßnahmen aus dem vergangenen Jahr aufgerufen. Der Preis dafür: die “Goldene Speiche 2013”. Dreißig Radverkehrslösungen wurden online nominiert und über 400 Stimmen vergeben. preis_quer_web_STO8743

Kampagne: Abstand macht sicher!

Mangelnde Seitenabstände überholender Autos erschrecken RadfahrerInnen. Abrupt geöffnete Autotüren stellen für Radfahrende eine signifikante Gefahr dar. Wem durch solche Situationen das Radfahren gefährlich erscheint, fährt nicht gerne weiter Rad. Die Radlobby hat aus diesen Gründen eine Kampagne ins Leben gerufen, die wichtige Bewusstseinsveränderungen bei KFZ-LenkerInnen und RadlerInnen bewirken möchte und auch den Gesetzgeber miteinbezieht: radlobby.at/abstand abstand_webflyer

SEPTEMBER

Autofreier Tag: 5.000 beim 8. RasenAmRing trotz Regens!

Rasen am Ring wurde bereits zum achten Mal von der Plattform "Autofreie Stadt" unter Beteiligung der Radlobby durchgeführt, wie immer am Internationalen Autofreien Tag dem 22. Sept. 2014. Diesmal wars ein Montag! Von 12 bis 19 Uhr und von der Oper bis zum Schottentor war der Ring von Autos befreit: Naturrasen statt Asphalt, Leben statt Stau, Picknick, Live-Musik, Infos, Kinderprogramm auf der begrünten autofreien Ringstraße. Der Regen hat zwar einen Strich durch die Erwartungen an hohe BesucherInnenzahlen gemacht, aber dennoch wurde sichtbar, wie lebenswert der Ring sein kann ohne Automassen. So kann sich menschenfreundliches Stadtleben anfühlen!

Fehlplanung: Lobau Bahnübergang im Test

Dieser Bahnübergang nahe der Ostbahnbrücke / Lobau in Wien ist laut Ö-Norm errichtet, die aber leider Bahnübergänge und -überfahrten für RadfahrerInnen gleich behandelt, trotz völlig unterschiedlichem Platzbedarf. Der Radlobby-Test zeigt ganz klar die Untauglichkeit der Übergang-Konstruktion für radfahrende Mütter mit Kinderanhänger oder für Transporträder. Beide Fahrradtypen sind in Wien häufiger Bestandteil der Alltagsmobilität und keineswegs vernachlässigbare Nischenfahrzeuge. Dennoch wird dieser Bahnübergang für sie fast zur Sperre. Video hier: YOUTUBE

OKTOBER

Feierlich: 10 Jahre IGF mit RADKULT WIEN Festival!

RADKULT WIEN, das Festival der internationalen Radkultur, feierte mit insgesamt 1.000 BesucherInnen 10 Jahre Radlobby IGF! Mit der "Großen Nacht des Fahrradfilms" im Gartenbaukino am 17.10., die bei freiem Eintritt mit einer "Worldwide Cycle Shorts Selection" und dem Klassiker "A Sunday in Hell" radfilmische Highlights auf die größte Leinwand Wiens zauberte. Am 18.10. folgten das Holycat-Race und Gold Sprint im Werk mit anschließendem Konzert von "Bock auf Kultur" und am 19.10. radelte der Vienna Tweed Ride zur Radliteratur-Lesung im WUK. Es war großartig! kinoeingang_erwinpreuner_web

Tragisch: Ghostbike-Ride für verunfallte Radlerin

Dienstag 21.10. vormittags wurde eine Radfahrerin in Wien Favoriten von einem LKW tödlich überrollt. Der Unfallort war an einer jener vielen Rad-unfreundlichen Stellen in in Wien-Favoriten, die dringenden Verbesserungsbedarf aufweisen: an der Kreuzung der Laxenburger- mit der Gudrunstraße. Es lag dabei wohl einer jener LKW-Unfälle vor, die auf den berüchtigten "Toten Winkel" zurückzuführen sind, der auch vor der Fahrerkabine auftreten kann. Als Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen und Zeichen gegen die tödlichen Gefahren des KFZ-Verkehrs wurde am 23.10. ein "[intlink id="81" type="post"]Ghostbike[/intlink]" temporär an der Unfallstelle errichtet. Ghostbikes sind weiße Mahn-Räder (Intl. Erklärung), die weltweit bei solchen traurigen Anlässen zum Einsatz kommen. Auch die trauernde Familie und FreundInnen waren bei der Errichtung des Ghostbikes anwesend: 20141023_ghostbikegruppe_kl

Skepsis: Stadt Wien startet Sharrow-Pilotversuche

Das Verkehrsressort der Stadt Wien hat auf Anregung der Radlobby Wien einen Pilotversuch mit speziellen Markierungen auf der Fahrbahn an drei Straßenabschnitten gestartet. Diese Richtungspfeile sind international als "Sharrow" bekannt und werden nun auch in Wien hiermit zum ersten Mal getestet. Besonders im nordamerikanischen Raum, in Paris sowie in Prag, Budapest, Maribor und Brüssel sind "Sharrows" bereits länger im Einsatz. Diese Markierungen in Form eines Pfeils und eines Rades werden an Stellen aufgebracht, wo mit erhöhtem Radverkehrsaufkommen zu rechnen ist und dem Radverkehr aus Platzgründen keine bessere Infrastruktur gegeben werden kann. Die "Sharrow" soll den Radelnden die ideale, sichere Position auf der Fahrbahn mit genug Seitenabstand zeigen und dem Kfz-Verkehr signalisieren, dass hier Radverkehr seinen Raum braucht. Ergebnisse des Pilotversuchs, der von der TU Wien und Prof. Knoflacher begleitet wird, soll es noch im Jahr 2014 geben. Ob die Wiener Sharrow ihre Ziele erreicht liegt an der konkreten Umsetzung, wir werden uns das bald genauer ansehen! sharrow-empfehlg_RLO_screenshot

NOVEMBER

Erfolg: In die verfahrene Wasnergasse kommt Bewegung.

Die Wasnergasse im 20. Bezirk grenzt direkt an das beliebte Erholungsidyll Augarten. Der Augartenmauer-begleitende Gehsteigradweg sorgt aufgrund der hohen Frequenz von Familien und Kinderwägen aber unnötigerweise für Konflikte. Denn die MA46 hatte schon vor einem Jahr (DETAILS) genehmigt, den Radweg von der Benützungspflicht zu befreien und dadurch den Radverkehr optional auf die Fahrbahn zu bringen. Aber die Bezirksvorstehung der Brigittenau hatte die Umsetzung verweigert. Jetzt ist eine Lösung in Sicht. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat der Bürgerinitiative Wasnergasse und der Radlobby zugesagt, das Sicherheitsproblem bald im Sinne des Fuß- und Radverkehrs zu lösen! Auch die Lampigasse wird mit der gleichen Maßnahme und Finanzierung durchs Rathaus beglückt.

DEZEMBER

Wärme: Tee, Keks und RadBilderReise nach Cuba

Die neue Bikecommunity-Radreise-Diavortragsserie von Radlobby Wien & WUK geht in der WUK-Radwerkstatt auf die zweite Etappe: Cuba Libre! heisst das Motto, die Fotos und Reiseg'schichten stammen von Rad-Profifotograf Peter Provaznik und Radlobby-Sprecher Alec Hager. Beide haben so ihre Erfahrungen mit der Zuckerinsel, und diese waren (meistens) muy simpatico! Davor findet um 16h die RADLOBBY-Aktion "Tee, Keks und Kettenöl" vor der Oper statt, wie jeden Dezember... cuba-teaser

2015 geht's weiter ...


Kategorie: RADLOBBY Wien, RADLOBBY IGF
Alter: 5 yrs

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