Radverkehrsförderung statt Radwege

Mo. 7. Mai 2007

Radverkehr fördernAuf de.rec.fahrrad läuft gerade eine Diskussion, durch welches Bündel an Massnahmen Radverkehr effektiv gefördert werden kann.
Die folgende ganz gute Zusammenfassung stellen wir hier vor:

Radverkehrsförderung statt Radwege

1. Kommunikation
• Werbung für das Radfahren
• Plakatkampagnen
• öffentliche Vorbilder
• Aktionen zum Radfahren und für RadfahrerInnen (z.B. “RadfahrerIn des Monats”)
• Aufklärung über den Gesundheitsgewinn
Ziel: positives Image für das Radfahren schaffen

2. Verkehrssicherheit
• Verkehrsberuhigung statt Separation (nützt allen)
• keine straßenbegleitenden Radwege
• Umverteilung von Fahrbahnbreiten (entweder schmale oder überbreite Fahrstreifen)
• Mitbenutzung von Busspuren
• Beschilderung eines Radroutennetzes
• keine Sonderrechte und Speziallösungen, sondern gemeinsame, gleichberechtigte Nutzung des Straßenraums
Ziel: sicheres Radfahren statt Pseudo-Sicherheit

3. kurze Wege
• Freigabe von Einbahnstraßen
• Durchlässe in Sackgassen
• Freigabe von Fußgängerzonen
• Abkürzungen bauen: selbständig geführte Radwege, Wege durch Grünanlagen
• Versorgungseinrichtungen im Nahbereich, nicht am Stadtrand
Ziel: Stadt der kurzen Wege

4. Abstellanlagen
• Abstellanlagen in ausreichender Anzahl,
- Qualität (keine “Felgenkiller”; für alle Fahrradtypen)
- und Sicherheit (mindestens Rahmen anschließbar)
- an den jeweiligen Zielen.
• Verankerung in einer kommunalen Stellplatzsatzung
• Umwidmung von Pkw-Stellplätzen (für 10 Fahrräder)
• Quartiersgaragen, bewachte Fahrradstationen, Fahrradboxen
Ziel: Radfahren ohne Diebstahlgefahr

5. Service
• Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln
• zuverlässige Wegweisung
• Pannendienste
• kurze Reparaturzeiten
• Fahrradstadtpläne
• (kommunale) Leihfahrräder
• Gepäckaufbewahrung
• Fahrrad-Taxen und -Botendienste
Ziel: Zuverlässigkeit des Verkehrsmittels Fahrrad

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