Grüne NÖ: Radfahren braucht gesetzliche Infrastruktur

Mo. 22. Sep 2008

[Presseaussendung der Grünen]:
Rund um den Autofreien Tag rückte das Rad ins Zentrum vieler Aktionen politischer Parteien.
Die Grüne Umweltsprecherin,
LAbg. Helga Krismer sieht noch sehr viel Handlungsbedarf rund ums Radfahren in Niederösterreich. “Die ÖVP sollte ihre Akzente rund ums Rad nicht bei teuren Kampagnen belassen, sondern handfeste Rahmenbedingungen schaffen”, sieht Krismer Änderungen in der Bauordnung für einen wichtigen Schritt.

Während die “Verpflichtung zur Herstellung von Abstellplätzen für Autos” ein gesetzliches Muss darstellt, ist dies bei Radabstellplätzen nicht der Fall. “Menschen verwenden dann innerörtlich das Rad, wenn es dem Auto hinsichtlich Bequemlichkeit und Diebstahlsicherheit gleichgestellt wird. Ich erwarte mir eine Verpflichtung zur Herstellung von Radabstellplätzen in Mehrparteienhäusern. Insbesondere Kinder und Jugendliche ist es zu mühsam, die Räder aus Keller-Abteilen zu holen, möchte Krismer eine Initiative starten.

Krismer weiß als Bewohnerin der Badener Innenstadt, wovon sie spricht: “Während die Eigentümerin meiner Mietwohnung sehr wohl ausreichend überdachte Fahrradabstellplätze im Innenhof bereitstellt, haben wir im Innenhof beim Bezirksbüro keine Chance auf ordentliche Abstellplätze.” Krismer wurde öfters von BürgerInnen angesprochen, die sich ärgern, dass sie auf ihren Abstellplätzen fürs Auto als autoloser Haushalt keine Vorrichtung für Fahrräder machen dürfen .

“Radfahren braucht eine sachliche, fördernde Politik. Dies muss sich in Gesetzen wie der NÖ Bauordnung widerspiegeln. Teure Landes- Kampagnen sind zu wenig “, wird Krismer in der nächsten Sitzung einen diesbezüglichen Antrag einbringen.

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