Wr. Neustadt: Stadtviertelservice auf Diensträdern

Sa. 11. Jul 2009

Die Stadt Wiener Neustadt bietet ab 15. Juli ein Stadtviertelservice das mit Dienst-Fahrrädern ausgestattet ist. Dienst-Fahrräder hervorragende Idee, die schon in einigen anderen Bereichen der Stadtverwaltung genutzt wird. Das ließe sich sowohl in Wiener Neustadt als auch in anderen Gemeinden Ausbauen.

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Hier ist die Presseinformation der Stadt, in der die Aufgaben des neuen Stadtviertelservice vorgestellt wird:

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Wiener Neustadt: Neues „Stadtviertelservice“
sorgt für besseres Miteinander!

Am 10. Juli stellte Bürgermeister Bernhard Müller gemeinsam mit Stadtrat Andreas Krenauer und der Integrationsbeauftragten Maria Zwicklhuber im Alten Rathaus ein neues Service für den öffentlichen Raum in Wiener Neustadt vor:

Ab Mitte Juli wird in Wiener Neustadt das Pilotprojekt „Stadtviertelservice“ installiert. Ein Serviceteam betreut den öffentlichen Raum von Mitte Juli bis Ende September. Das neue „Stadtviertelservice“ agiert in mehreren Vierteln von Wiener Neustadt, in denen es aufgrund unterschiedlicher Interessenslagen (Familien mit Kindern, Jugendliche, ältere Menschen), unterschiedlicher Lebensstile (auch durch verschiedene ethnische Gruppen) und der Tatsache, dass in der wärmeren Jahreszeit die BewohnerInnen vermehrt den öffentlichen Raum als Lebensraum benutzen, zu Spannungen kommen kann.

„Mit dem ‚Stadtviertelservice’ können wir die Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter  ausgezeichnet dabei unterstützen, in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld besser mit ihren Nachbarn auszukommen und Konflikte idealerweise bereits im Vorfeld zu vermeiden bzw. rasch zu lösen,“ erklärt Stadtrat Andreas Krenauer das neu geschaffene Service.

Zielsetzung:
Durch das „Stadtviertelservice“ werden in den Sommermonaten (von 15. Juli bis 30. September) Ansprechpersonen und BetreuerInnen für ParkbenutzerInnen und AnrainerInnen im öffentlichen Raum geschaffen. Ein weiteres Ziel ist die Erstellung einer Situations-Analyse über die Bedürfnisse der einzelnen Interessensgruppen sowie die auftretenden Probleme im öffentlichen Raum.

Einsatzgebiete sind die Josefstadt, das Flugfeld, das Porscheviertel und die Döttelbachsiedlung. Insbesondere werden in diesen Stadtteilen Parks, öffentliche Plätze, Grünflächen und Spielplätze betreut.

Mit dem „Stadtviertelservice“ soll die Kommunikation zwischen den BewohnerInnen stärker in Gang gebracht und somit ein positives Miteinander im Wohnviertel gefördert werden: durch Betreuung der Parks und Grünflächen zwischen den Hausanlagen, durch Unterstützung der Kommunikation zwischen den verschiedenen ParkbenützerInnen bzw. AnrainerInnen sowie durch das Vermitteln von Regeln und Vorschriften (z. B. Einhalten der Nachtruhe, Entfernung von Hundekot durch HundebesitzerInnen).

Durch das „Stadtviertelservice“ wird im öffentlichen Raum ein moderner Servicedienst (mit Außendienstbereich und Back-Office-Bereich) geschaffen, der als Schnittstelle zwischen BenützerInnen des öffentlichen Raumes, den AnrainerInnen und den zuständigen Stellen wie z. B. diversen Magistratsabteilungen, Wohnbaugenossenschaften, der Polizei, usw. wirkt.

Eine positive Evaluierung des Projektes Ende September 2009 vorausgesetzt, wird das Projekt in eine fixe Einrichtung als Gemeinwesenprojekt „Stadtviertelbetreuung“ übergeführt.

Personelle und infrastrukturelle Ausstattung:
Vier MitarbeiterInnen werden im Außendienst unterwegs sein, eine 20-Wochenstunden-Kraft betreut den Back-Office-Bereich. Das Außenteam arbeitet in Zweierteams (einerseits Porscheviertel und Döttelbachsiedlung, andererseits Josefstadt und Flugfeld), die interkulturell zusammen gesetzt sind - jeweils zumindest eine Person sollte einen migrantischen Hintergrund mitbringen und eine der wichtigen Migrantensprachen (Türkisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch oder Albanisch) sprechen.

Anstellung, Koordination, Administration:
Die MitarbeiterInnen des „Stadtviertelservices“ sind in der MA 7 – Gesellschaft und Soziales – angesiedelt. Es wird eine enge Kooperation mit dem Immobilienservice, den einzelnen Referaten der MA 7, allen anderen involvierten Magistratsabteilungen und anderen wichtigen Institutionen (z.B. den Wohnbaugenossenschaften) geben. Die Personen im Außendienst werden mit Dienstausweisen versehen. Die Erkennbarkeit der Serviceleute soll nach einer etwa 14-tägigen Beobachtungsphase durch spezielle Kleidung sichtbar gemacht werden, weiters werden sie mit Dienstfahrrädern ausgestattet.

Zeitlicher Einsatz:
Das Projekt läuft vorerst von 15. Juli bis 30. September 2009. Als Dienstzeiten sind vorerst 17 bis 23 Uhr (im Juli und August) sowie von 17 bis 22 Uhr (September) vorgesehen.

In der Einführungsphase wird das „Stadtviertelservice“ und dessen Zielsetzungen allen Institutionen der betreffenden Stadtviertel (Wohnungsgenossenschaften, wichtige Geschäfte, Sportvereine, Polizei,  Magistratsabteilungen, Kirchen,  weiters auch Kindergärten, Horten, Schulen) vorgestellt.

„Mit dem ‚Stadtviertelservice’ wird es uns sicher gelingen, die Lebensqualität in Wiener Neustadt noch weiter anzuheben. Nach der Evaluierung im Herbst werden wir entscheiden, ob aus dem neuen Service eine permanente Einrichtung werden wird,“ freut sich Bürgermeister Bernhard Müller bereits auf die Resultate des „Stadtviertelservice“.
Wiener Neustadt, am 10. Juli 2009

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