„Der Fischapark zahlts eh“

Sa. 12. Mai 2012

Seit März 2011 (!) bemüht sich eine überparteiliche Anrainer.inneninitative zum Thema Fischapark-Ausbau gehört zu werden.

Da finden sich auch Expert.innen, die planerische Erfahrung rund um den Zehnergürtel, Fischauer Gasse, Zehnergasse einbringen hätten können.Von den Anrainer.innen wurden zahlreiche Ideen und Vorschläge entwickelt, die von politisch Verantwortlichen nicht gehört wurden. Weder FPÖ-Verkehrsstadtrat noch die SPÖ nahmen sich aber Zeit, um die Vorschläge der Anrainer.innen zu besprechen.
Unterstützung kam aber von den Grünen sowie von der ÖVP - die den Verkehrsbeirat einberufen wollen.

Die Grundlage für die Baubewilligung zum Fischapark-Ausbau war eine positive Bewertung der “Verkehrslösung” durch den Sachverständigen. Nur ein Monat nach der Baugenehmigung gibt es plötzlich ganz andere „Lösungen“, die sich aber nur um den Autoverkehr drehen.

DINAMo, die Wiener Neustädter Radlobby, hat bei der Bauverhandlung auf die Fußgeher.innen, die Buspassagier.innen und die Radfahrer.innen hingewiesen.

Anfang Jänner schlug die Radlobby die Einberufung des Verkehrsbeirates durch Verkehrsstadtrat Landbauer vor.

Trotz mehrfacher Erinnerung kam seit Jänner keine Antwort des FPÖ-Verkehrsstadtrates. Man könnte doch eine Antwort eines gut bezahlten Stadtrates innerhalb von 3 Monaten erwarten.

Die SPÖ hat gejubelt, als sie dann im Jänner 2012 die „Verkehrslösung“ mit einfacher Mehrheit abwinken konnte, weil „der Fischapark eh alles zahlt“. Aber wer zahlt, schafft an! Die Planung macht ein Büro im Auftrag des Fischaparks - nicht das Verkehrsreferat der Stadt. Die Finanzierung durch den Fischapark dürfte auch der Grund sein, dass es keinen Verkehrsbeirat oder eine Bürger.innen-Beteiligung gibt. Seitens der SPÖ und der FPÖ hofft man halt auf die „normative Kraft des Faktischen“: Erst alles beschließen und danach ein bissl reden oder vielleicht Kleinigkeiten abändern.

Nur den Mitarbeitern des Verkehrseferates der Stadt ist es zu verdanken, dass gravierende Mängel für den Radverkehr im Verkehrsumbauplan zumindest auf dem Zehnergürtel behoben wurden.

Hier wurde die DINAMo Radlobby in die Planung einbezogen. Das Verkehrsreferat hat auch gravierende Planungsfehler für die Fußgeher.innen und die Busse aufgedeckt. Aber was der Fischapark letztendlich bauen lässt, werden wir sehen. Einbezogen werden Anrainer.innen jedoch noch immer nicht, die sicher noch andere Perspektiven ergänzen würden.

Über die Belastung der Anrainerstraßen, über gesundheitliche und volkswirtschaftliche Folgen der Verkehrszunahme wurde bisher nur von der Anrainer.innen-Initiative, der DINAMo Radlobby, den Grünen und von der ÖVP - die sich bei einigen Gemeinderatssitzungen sehr engagiert haben - gesprochen.

Für den Fischapark und für die SPÖ/FPÖ scheint ist alles “im grünen Bereich”. Ein bissl Probleme bejammern darf SPÖ-Stadtrat Karas bei “seiner Bürgerversammlung” in der Sporthauptschule, aber im Gemeinderat hebt er brav die Hand für die Fischapark-Geldquelle.

Dipl.-Ing.in Elke Szalai und Karl Zauner
DINAMo - Die Radlobby

Eintrag gespeichert unter: * Stadt Wiener Neustadt


Neueste Einträge

Themen